Letzte Aktualisierung: 13.08.2017

 

Abgeltungssteuer 2017 | Geschlossene Fonds

Besteuerung bei Geschlossenen Fonds

Besitzer von geschlossenen Fonds wiegen sich oft in falscher Sicherheit. Auch Bank- und Finanzberater begegnen ihren Kunden häufig mit dem Argument, geschlossene Fonds seien von der Abgeltungsteuer nicht betroffen und somit die ideale Anlageform. Das ist jedoch ein Trugschluss, der hauptsächlich auf die Werbemaßnahmen der Fondgesellschaften zurückzuführen ist, die aufgrund schlechter Verkaufszahlen mit der Abgeltungssteuerfreiheit werben. Viele geschlossene Fonds sind zwar tatsächlich von der Abgeltungssteuer nicht betroffen, dafür muss der Anleger aber andere Steuern auf seine Kursgewinne zahlen. Von Steuerfreiheit also keine Spur. Bei geschlossenen Fonds der Immobilienbranche, bei Flugzeug- oder Schiffsfonds handelt es sich um Unternehmensbeteiligungen. Das heißt, dass der Anleger entweder von dem Erfolg eines Projekts profitiert oder eben auch Verluste mittragen muss. Gewinne aus diesen Beteiligungen gelten laut der momentanen Gesetzgebung immer noch als Gewerbeeinkünfte und nicht als Kapitalerträge. Also ist der Anleger verpflichtet, diese gewerblichen Einkünfte auch in seiner Einkommensteuererklärung anzugeben. Diese Einkünfte werden dann wie gewohnt mit dem persönlichen Steuersatz besteuert.

Abgeltungssteuer auch für geschlossene FondsAbgeltungssteuer Geschlossene Fonds

Steuerexperten raten Anlegern, ihre Immobilienfonds über mehrere ausländische Projekte zu verteilen. Dann nämlich wird die Besteuerung auch von den Finanzämtern im Ausland vorgenommen. Liegen die Gewinne unter bestimmten Grenzen, etwa 3000 Euro oder 5000 Euro, je nach Land, dann muss der Anleger hierfür überhaupt keine Einkommensteuer zahlen. Gleiches gilt für alte Fonds aus dem Inland, die bereits über eine Laufzeit von mehr als 10 Jahren verfügen. In Einzelfällen kann auch für geschlossene Inlandfonds die Abgeltungssteuer anfallen, nämlich dann, wenn die verwalteten Mieten Zinserträge abwerfen. In dem Fall werden auch die 25 Prozent Abgeltungssteuer fällig.

Wer in Blindpools investiert, wird häufig auch zur Zahlung der Abgeltungssteuer herangezogen. Das ist der Fall, wenn das Geld erst einmal gesammelt und später in ein bestimmtes Projekt investiert wird. Vor der Investition werden schließlich bereits Zinserträge erwirtschaftet, die dann auch mit der Abgeltungssteuer von 25 Prozent belegt werden. Anleger sollten sich beim Kauf von Fonds also auch über den Investitionszeitpunkt informieren.

Containerfonds stehen seit 2009 auch schlechter da. Während nach der damaligen Regelung die Ein-Jahres-Frist gegolten hat, nach der die Gewinne aus den Containerfonds steuerfrei waren, wurde diese Haltefrist jetzt ebenso wie bei den Immobilienfonds auf 10 Jahre ausgedehnt. Damit ist das Risiko natürlich für jeden Anleger größer.

 

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