Letzte Aktualisierung: 13.06.2017

 

Abgeltungssteuer 2017 | Lebensversicherung

Abgeltungssteuer bei Lebensversicherungen

Nach wie vor gelten Lebensversicherungen in Deutschland als die am meisten genutzte Anlageform. Es existieren weit mehr Versicherungspolicen für Lebensversicherungen als Käufe von Zertifikaten oder Fonds. Obwohl diese Versicherungen, sogar wenn sie nicht riestergefördert sind, recht unflexible und kostspielige Anlageformen sind, hält sich die Vorliebe für Lebensversicherungen hartnäckig. Diese Vorliebe hat sich mit Einführung der Abgeltungssteuer noch einmal verstärkt, denn Versicherungen sind unter bestimmten Voraussetzungen von der Abgeltungssteuer ausgenommen.

Besteuerung von Lebensversicherungen Abgeltungssteuer Lebensversicherung

Ganz von jeglichen Steuerzahlungen ausgenommen sind Lebensversicherungen, die bereits vor dem Jahre 2005 abgeschlossen worden sind. Voraussetzung hierfür ist, dass sie eine Laufzeit von mehr als 12 Jahren aufweisen können. Somit sind alte Policen die großen Gewinner. Aber auch neue Policen stehen erheblich besser da als beispielsweise Fonds. Bei einer neuen Police, die eine Laufzeit von mehr als 12 Jahren aufweisen kann und erst nach dem 60. Lebensjahr ausgezahlt wird, profitiert der Anleger von Steuervorteilen. Erfolgt die Auszahlung aus der Lebensversicherung in einer Summe, muss der Anleger die Hälfte davon mit dem persönlichen Steuersatz versteuern. Da der Höchststeuersatz damit nur 22,5 Prozent beträgt, profitieren auch die besser situierten Anleger noch von dem persönlichen Steuersatz gegenüber dem Abgeltungssteuersatz von 25 Prozent. Anleger, die einen geringeren Steuersatz haben, profitieren natürlich noch mehr von dem Steuervorteil. Wer seine Police nach dem 60 Lebensjahr vorzeitig kündigt, profitiert ebenfalls von dem Steuervorteil.

Voraussetzungen für Steuerfreiheit von Lebensversicherungen

Anders sieht es aus, wenn die Lebensversicherung vor dem 60. Lebensjahr verkauft wird, dann wird die Abgeltungssteuer von 25 Prozent fällig. Anleger, die nicht bis zum 60 Lebensjahr mit der Auszahlung warten wollen und deren Versicherung erst ab 2005 läuft, sollten ihre Lebensversicherung noch in diesem Jahr verkaufen. Verkaufen deshalb, weil dies die Verluste gegenüber einer Kündigung in Grenzen hält. Außerdem kommt der Anleger bei einem Verkauf in den Genuss der Steuerfreiheit, sofern die Police älter als ein Jahr ist. Bei einer Kündigung müssten hierauf Steuern gezahlt werden. Wer kann, sollte seine Lebensversicherung oder auch Rentenversicherung bis zum Ablauf halten, um in den Genuss sämtlicher Steuervorteile zu kommen. Auch wer die Auszahlungen als monatliche Rente erhält, muss nur für den sogenannten Ertragswert Steuern abführen. Diese Steuerzahlungen fallen recht gering aus, weil der Ertragswert beispielsweise bei einem 65 jährigen mit 18 Prozent der Rente veranschlagt wird.

Steuerliche Vorteile von Lebensversicherungen

Von der steuerlichen Seite her sind Versicherungen also eine gute Möglichkeit, langfristig Geld anzulegen. Werden noch lieber in Fonds investiert, muss sich vorher ausrechnen, welche Rendite von dem Fonds erzielt werden muss, damit die anfallenden Steuern gegenüber einer Versicherung nicht so sehr ins Gewicht fallen. Sparer, die eine Versicherung abgeschlossen haben, müssen auch weiterhin ihre Kapitalerträge bei der Steuererklärung aufführen, denn im Gegensatz zu anderen Anlageformen, wo die Bank die Abgeltungssteuer automatisch abführt, werden die Steuern bei den Versicherungen weiterhin über die Steuererklärung erhoben.

Alternativen für Lebensversicherungen

Anbieter von Geldanlagen versuchen jetzt mit neuen Produkten zu werben. Eines dieser Produkte sind Versicherungen, die in Zertifikate investieren. Allerdings kann der Anleger hier mit wenig Gewinn rechnen, da zum einen die Rendite recht gering ist, aber zum anderen die Kosten recht hoch sind. Da nützt auch der steuerliche Vorteil dieser Anlageformen nicht besonders viel. Die Regierung beginnt mittlerweile auch schon, auf solche Angebote zu reagieren, indem über ein Verbot solcher Anlageformen zur Steuerersparnis nachgedacht wird. Zudem wird darüber diskutiert, ob die Abgeltungssteuer künftig auch für Vermögen von Versicherungspolicen gelten soll. Von diesen Überlegungen sind auch Versicherungen betroffen, die nur der Absicherung eines sehr niedrigen Todesfallrisikos dienen.

Geldmarktfonds, die steueroptimiert ausgerichtet wurden, sind ebenfalls von diesen Bemühungen betroffen. Künftig sollen Termingeschäfte beziehungsweise deren Zinserträge zur Zahlung von Steuern herangezogen werden. Die Steuerpflicht kann sich auch noch rückwirkend auf bereits laufende Verträge auswirken, denn die Bundesratssitzung fand bereits am 19. September statt. Finanzexperten rechnen damit, dass zumindest ein Teil der Änderungen tatsächlich so übernommen wird, die dann auch zum 01.01.2009 Gültigkeit haben werden.

Nur Besitzer von riestergeförderten Versicherungen müssen sich keine Sorgen hierum machen. Wie bisher werden Einzahlungen in die Police nicht besteuert. Im Falle einer Auszahlung wird der persönliche Steuersatz des Sparers herangezogen.

 

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