CapTrader: Depots und Angebote

Livekonto
CapTrader Livekonto
Internationales Livekonto mit Interactive-Brokers-Infrastruktur und zahlreichen Börsen- und Derivatezugängen.
- Kosten
- Depotführung 0 €; Eröffnung ab 2.000 €; Xetra 0,10 %, min. 4 €; US-Aktien 0,01 USD/Stück, min. 2 USD.
- Aktion & Konditionen
- Keine allgemeine Eröffnungsprämie zugesagt; Marktdaten und Quellensteuerbelege können separat kosten.
- Abgeltungsteuer
- Steuerpflichtige Erträge selbst erklären; Dividenden- und Zinsquellensteuer gegebenenfalls bereits einbehalten.
CapTrader ist ein deutscher Introducing Broker für die internationale Handelsinfrastruktur von Interactive Brokers. Das Livekonto ermöglicht den Handel mit Aktien, ETFs, Optionen, Futures, Anleihen, Währungen und weiteren Instrumenten. Zu den Zugängen gehören professionelle Handelssoftware, Apps und eine browserbasierte Kontoverwaltung. Für private Anleger aus der EU wird das Depot nach den Steuerinformationen bei der irischen Interactive-Brokers-Gesellschaft geführt.
Depot eröffnen und internationale Märkte nutzen
Für die Eröffnung nennt CapTrader mindestens 2.000 Euro oder den entsprechenden Gegenwert in einer anderen Währung. Die Konto- und Depotführung sowie die Eröffnung sind kostenlos. Ein höheres Gesamtguthaben ist damit nicht automatisch für jedes Anlageprodukt oder jede Handelsberechtigung ausreichend. Komplexe Produkte setzen gesonderte Kenntnisse, Erfahrung und gegebenenfalls ein geeignetes Margin-Konto voraus.
Der Unterschied zwischen Cash- und Margin-Konto ist praktisch wichtig. Bei einem Cash-Konto steht das tatsächlich verfügbare Guthaben im Mittelpunkt; ein Margin-Konto kann Kredit- und Hebelrisiken erzeugen. Die Basiswährung für Berichte ist außerdem nicht automatisch die Währung jeder Position. Wer US-Aktien in US-Dollar handelt, muss sowohl den Handelsbetrag als auch den Umtausch und die spätere Eurobewertung der Erträge berücksichtigen.
Ordergebühren: Deutschland und USA rechnen unterschiedlich
| Handel | Typische Kommission | Hinweis |
|---|---|---|
| Deutsche Aktien über Xetra | 0,10 %, mindestens 4 € | Die konkreten Ausführungs- und Sonderkosten prüfen |
| US-Aktien | 0,01 USD je Aktie, mindestens 2 USD | Zusätzliche Gebühren etwa bei Verkauf oder OTC-Werten möglich |
| Konto- und Depotführung | 0 € | Marktdaten und Spezialleistungen separat |
| Erste Auszahlung im Kalendermonat | 0 € | Je weitere SEPA-Auszahlung 1 € |
| Weitere Auszahlung als Banküberweisung | 8 € | Zusätzliche Bank- oder Währungskosten möglich |
Eine Xetra-Aktienorder über 2.000 Euro ergibt bei 0,10 Prozent zunächst 2 Euro. Wegen der Mindestprovision werden 4 Euro berechnet. Bei 5.000 Euro sind es 5 Euro und bei 10.000 Euro 10 Euro. Die werbliche Angabe „ab 2 Euro“ darf daher nicht als pauschaler Preis für jede deutsche Aktienorder gelesen werden.
Bei einer US-Order über 100 Aktien ergibt die Stückprovision zunächst 1 US-Dollar; die Mindestprovision von 2 US-Dollar greift. Größere Stückzahlen und niedrigpreisige Aktien können anders ausfallen. ADR-Verwahrkosten, ausländische Transaktionssteuern und regulatorische Verkaufsgebühren sind von der einfachen Börsenkommission getrennt zu betrachten. Bei sehr kleinen Positionen können solche Nebenkosten einen auffällig hohen Anteil des Anlagebetrags ausmachen.
Marktdaten und Plattformen passend auswählen
Die Trader Workstation und die angebotenen Apps gehören zu den kostenlosen Basisleistungen. Börsen-Marktdatenabonnements können hingegen kostenpflichtig sein. Wer nur gelegentlich langfristige Anlagen kauft, benötigt nicht automatisch dieselben Echtzeitdatenpakete wie ein aktiver Optionshändler. Prüfen Sie vor dem Abonnement, welche Börseninformationen Sie tatsächlich nutzen und wann eine Kündigung wirksam wird.
Die Kursanzeige allein beschreibt außerdem nicht die gesamten Kosten einer Order. Ein verzögerter Kurs, ein anderer Handelsplatz oder eine Order außerhalb der Hauptbörsenzeit kann den erwarteten Ausführungspreis verändern. Bei mehrtägigen Teilausführungen können zusätzliche Mindestkommissionen entstehen. Eine Limitorder hilft bei der Preisbegrenzung, garantiert aber keine Ausführung.
Abgeltungsteuer wird nicht wie bei einer deutschen Depotbank abgeführt
CapTrader behält nach seinen Steuerinformationen keine deutsche Abgeltungsteuer auf die gesamten Kapitalerträge ein. Steuerpflichtige Erträge müssen deutsche Anleger grundsätzlich selbst in der Einkommensteuererklärung angeben. Ein Freistellungsauftrag ist hierfür nicht vorgesehen; der noch verfügbare Sparer-Pauschbetrag wird über die Veranlagung berücksichtigt. Das ist kein steuerfreies Depot und auch keine verbindliche Zusage, dass erst zu einem bestimmten späteren Datum Steuern fällig werden: Das Finanzamt kann beispielsweise Vorauszahlungen festsetzen.
Für die Steuererklärung mit Kapitalerträgen stehen Jahresdepotauszüge und Transaktionsberichte im Client Portal zur Verfügung. Ein Bericht muss Gewinnermittlung, Gebühren, Dividenden und Währungsumrechnung nachvollziehbar machen. Die deutsche Besteuerung orientiert sich nicht einfach am in Dollar ausgewiesenen Kontozuwachs. Bei echten ETFs kommen gegebenenfalls KAP-INV, Teilfreistellung und Vorabpauschale hinzu.
Quellensteuer kann trotzdem schon abgezogen sein
Ausländische Dividenden und bestimmte Zinsen können trotz fehlenden umfassenden deutschen Steuerabzugs bereits an der Quelle belastet werden. Auch deutsche Aktiendividenden können über die Verwahrkette mit Kapitalertragsteuer und Solidaritätszuschlag gekürzt ankommen. Diese Beträge dürfen bei der Erklärung nicht ignoriert oder pauschal ein zweites Mal als unversteuert behandelt werden. Die Abrechnung und gegebenenfalls erforderliche Belege sind entscheidend.
Bei irischen Zinserträgen kann eine Quellensteuer von 20 Prozent greifen. Für in Deutschland ansässige berechtigte Kunden kann das Formular 8-3-6 eine abkommensgemäße Befreiung ermöglichen. Dafür ist eine Bestätigung der Ansässigkeit erforderlich. Das ist etwas anderes als das W-8BEN-Verfahren für US-Einkünfte. Die beiden Formulare lösen unterschiedliche Quellensteuerfragen.
Gebührenpflichtige Quellensteuerbescheinigungen sind vor der Bestellung zu kalkulieren. CapTrader nennt etwa 30 Euro pro Beleg und Wertpapierposition für deutsche Aktien sowie 125 Euro für französische Aktien; Schweizer Belege werden mit 0 Schweizer Franken ausgewiesen. Ob eine Bescheinigung erforderlich und wirtschaftlich sinnvoll ist, hängt vom konkreten Ertrag und Verfahren ab. Die Quellensteuer-Erstattung ist daher kein pauschaler kostenloser Zusatzservice.
Für wen der zusätzliche Aufwand tragbar ist
CapTrader ist insbesondere interessant, wenn internationale Originalbörsen, mehrere Währungen oder börsengehandelte Derivate tatsächlich gebraucht werden. Wer wenige kleine Sparraten ohne zusätzliche Steueraufbereitung investieren möchte, sollte den eigenen Dokumentationsaufwand vorher realistisch bewerten. Die Wertpapierverwahrung und die für die kontoführende Gesellschaft geltenden Schutzsysteme sind gesondert zu prüfen; weder Depotführung noch Regulierung sichern Marktverluste ab.
Fragen zu CapTrader: Internationales Depot mit eigener Steuererklärung
Wie hoch ist die Mindesteinzahlung bei CapTrader?
CapTrader nennt für die kostenlose Kontoeröffnung mindestens 2.000 Euro oder den Gegenwert in einer anderen Währung. Handelsberechtigungen und Margin-Anforderungen sind davon getrennt zu erfüllen.
Was kostet eine deutsche Aktienorder bei CapTrader?
Eine Xetra-Order kostet grundsätzlich 0,10 Prozent, mindestens 4 Euro. Bei 5.000 Euro Orderwert ergibt das beispielsweise 5 Euro. Besondere Produkt- und Fremdkosten können hinzukommen.
Wie werden US-Aktien bei CapTrader berechnet?
Für gewöhnliche US-Aktien nennt CapTrader 0,01 US-Dollar je Aktie, mindestens 2 US-Dollar. Zusätzliche regulatorische Verkaufsgebühren oder OTC-Sonderkosten können anfallen.
Kann ich bei CapTrader einen Freistellungsauftrag hinterlegen?
CapTrader führt keine umfassende deutsche Kapitalertragsteuerabwicklung wie eine deutsche Depotbank durch. Der Sparer-Pauschbetrag wird bei steuerpflichtigen Erträgen grundsätzlich über die eigene deutsche Steuererklärung genutzt.
Warum wird bei CapTrader trotz eigener Steuererklärung Quellensteuer abgezogen?
Quellensteuer kann bereits beim Emittenten oder über die Verwahrkette entstehen. Sie ist vom umfassenden deutschen Steuerabzug durch eine Depotbank zu unterscheiden. Bereits belastete Dividenden und Zinsen müssen mit ihren Belegen in der Steuererklärung berücksichtigt werden.
Wozu dient das Formular 8-3-6 bei CapTrader?
Mit dem Formular können berechtigte deutsche Steueransässige eine abkommensgemäße Befreiung von irischer Quellensteuer auf bestimmte Zinserträge beantragen. Es ist nicht dasselbe wie W-8BEN für US-Erträge.
