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LYNX Depot: international handeln mit umfangreichen Trading-Funktionen

LYNX verbindet internationalen Börsenhandel mit den Plattformen von Interactive Brokers. Das Depot bietet viele Funktionen, verlangt deutschen Anlegern aber eine eigenständige steuerliche Abrechnung ab.

Stand: 6. November 2026

Mann mit Brille betrachtet ein Tablet vor den großen Fenstern eines Flughafenterminals.
Beim LYNX Depot stehen internationaler Börsenzugang und die eigene steuerliche Auswertung der Handelsberichte im Mittelpunkt.

LYNX Broker: Depots und Angebote

LYNX Broker Logo

Depot

LYNX Broker Depot

LYNX verbindet internationalen Börsenhandel mit den Plattformen von Interactive Brokers. Das Depot bietet viele Funktionen, verlangt deutschen Anlegern aber eine eigenständige steuerliche Abrechnung ab.

Kosten
Private Depotführung 0 €. Xetra 0,14 %, mindestens 5,80 €, höchstens 99 €. US-Aktien 0,01 USD je Aktie, mindestens 5 USD, höchstens 2 %.
Aktion & Konditionen
Separate Freundschaftswerbung bis 100 € Kommissionserstattung benötigt einen persönlichen Empfehlungslink; keine Zusage für die normale Angebotseröffnung.
Abgeltungsteuer
Verwahrung bei IBIE in Irland: keine reguläre deutsche Abgeltungsteuerabrechnung; informative Steuerberichte selbst prüfen.
Zum LYNX Broker-Angebot

LYNX richtet sich an Anleger, die Wertpapiere an internationalen Börsen selbst handeln und dabei umfangreiche Order- und Analysefunktionen nutzen möchten. Zur Auswahl stehen unter anderem die Weboberfläche LYNX+ und die Trader Workstation. Die Depotführung für EU-Kunden erfolgt über Interactive Brokers Ireland Limited. Damit unterscheidet sich das Modell sowohl von einer Filialbank mit persönlicher Anlageberatung als auch von einem auf wenige Handelsplätze reduzierten Sparplanbroker.

Aktiengebühren: deutscher Prozentsatz oder US-Stückpreis

MarktPreisbeispiel des Anbieters
Xetra-Aktien0,14 % des Handelswerts, mindestens 5,80 €, maximal 99 €
US-Aktien über Nasdaq0,01 USD je Aktie, mindestens 5 USD, maximal 2 % des Handelswerts
Schweizer Aktien über SIX0,15 %, mindestens 15 CHF
Österreichische Aktien0,15 %, mindestens 10 €
Private Einzel- und GemeinschaftsdepotsKeine Depotführungsgebühr
FirmendepotGesonderte Konditionen; nicht mit Privatdepot gleichsetzen

Bei einer deutschen Aktienorder von 2.000 Euro greift das Mindestentgelt von 5,80 Euro, weil 0,14 Prozent nur 2,80 Euro ergeben. Bei 10.000 Euro beträgt die reine entsprechende Provision 14 Euro. Diese Rechnung ersetzt nicht die konkrete Kosteninformation, in der gegebenenfalls zusätzliche Produkt-, Markt- oder Drittentgelte stehen.

Das US-Modell orientiert sich dagegen an der Stückzahl. Ein Kauf von 100 Aktien kostet bei 0,01 Dollar pro Stück rechnerisch einen Dollar und erreicht deshalb das Mindestentgelt von fünf Dollar. Bei 1.000 Stück entstehen zehn Dollar vor weiteren möglichen Kosten. Eine niedrige Aktiennotierung kann die Stückzahl stark erhöhen; der Euro-Auftragswert allein beschreibt die US-Provision daher nicht vollständig.

Für internationalen Handel sind außerdem Währungsumrechnung und Börsendaten wichtig. Kostenpflichtige Echtzeitkurse können als laufendes Abonnement anfallen, während die Plattform selbst kostenfrei nutzbare Daten anderer Qualität bereitstellt. Vor der Aktivierung sollten Anleger prüfen, ob sie das jeweilige Datenpaket tatsächlich benötigen. Finanzierungskosten auf negative Währungssalden gehören ebenfalls in die Kalkulation.

Cash oder Margin: die Kontowahl verändert das Risiko

Ein Cash-Konto setzt grundsätzlich ausreichende verfügbare Mittel voraus. Bei einem Margin-Konto können je nach Berechtigung zusätzliche Handelsstrategien und Kredite möglich sein. Die Freigabe einer Funktion bedeutet nicht, dass sie für die persönlichen Vermögensverhältnisse geeignet ist. Fremdwährungskredite, Leerverkäufe und Optionen verlangen eigene Risikogrenzen.

Auch bei einer komfortablen Plattform bleibt der Kunde für die Produktauswahl verantwortlich. Ein CFD oder ein Optionskontrakt vermittelt nicht dieselben Rechte wie eine vollständige Aktie. Bei Termingeschäften kommen Fälligkeit, Ausübung und gegebenenfalls Lieferung hinzu. Für einen einfachen langfristigen ETF-Aufbau ist diese Funktionsvielfalt nicht zwingend erforderlich.

Freundschaftswerbung: getrennt vom normalen Depotangebot

LYNX bewirbt eine persönliche Freundschaftswerbung mit bis zu 100 Euro Erstattung tatsächlich gezahlter Kommissionen je berechtigter Seite. Dafür muss die Eröffnung über den persönlichen Empfehlungslink eines bestehenden Kunden erfolgen. Der gewöhnliche Angebotslink auf dieser Seite ist kein solcher Freundschaftslink und begründet keine entsprechende Bonuszusage.

Bei der Empfehlungsaktion darf der Geworbene in den letzten zwölf Monaten kein LYNX-Kunde gewesen sein. Innerhalb von drei Monaten nach der ersten Einzahlung ist mindestens eine passende Transaktion erforderlich. Die Erstattung betrifft die in diesem Zeitraum gezahlten berechtigten Kommissionen bis zur Obergrenze. Es handelt sich nicht um einen festen Geldbetrag, der unabhängig von Handelskosten ausgezahlt wird.

Ein Ende oder eine Änderung der Aktion ist möglich. Erstattete Transaktionskosten dürfen bei der eigenen steuerlichen Gewinnberechnung nicht zusätzlich als ungekürzte Kosten behandelt werden. Die steuerliche Behandlung eines Vorteils hängt von dessen konkreter Ausgestaltung ab, nicht allein vom Wort Bonus.

LYNX Steuern: informative Berichte sorgfältig prüfen

Für deutsche Anleger erfolgt keine reguläre automatische deutsche Abgeltungsteuerabrechnung wie bei einer deutschen Depotbank. Erklärungsbedürftige Kapitalerträge müssen in der Einkommensteuererklärung angegeben werden. Ein gewöhnlicher deutscher Freistellungsauftrag oder eine deutsche Bank-Verlustbescheinigung wird durch dieses Auslandsmodell nicht ersetzt.

Im Client Portal stehen Jahresdepotauszüge und ein informativer Steuerbericht zur Verfügung. Der informative Bericht ist kein amtlicher Steuerbescheid und kein vollständiger Haftungsersatz für die eigene Erklärung. Handelsgewinne, Verlustarten, Dividenden, Zinsen und Fremdwährungswerte sollten mit den Ausgangsbelegen plausibilisiert werden. Bei Fonds können zusätzliche Berechnungen nach dem Investmentsteuergesetz nötig sein.

Trotz fehlender deutscher Bankabrechnung kann Quellensteuer bereits auf Ausschüttungen lasten. Bei deutschen Aktiendividenden ist ein deutscher Quellenabzug möglich, bei anderen Staaten gelten deren Regeln und gegebenenfalls Doppelbesteuerungsabkommen. Für bestimmte Guthabenzinsen kann außerdem irische Quellensteuer relevant werden. Ansässigkeitsnachweise und Entlastungsformulare müssen deshalb zum jeweiligen Zahlungsstrom passen.

Es gibt keinen für alle Anleger geltenden Grundsatz, die gesamte Steuer sei erst am 31. Dezember zahlbar. Die spätere Veranlagung und mögliche Vorauszahlungen richten sich nach dem Steuerrecht und den Bescheiden. Reservieren Sie einen angemessenen Betrag, statt Bruttoerträge vollständig für neue Positionen zu verplanen. Weitere Grundlagen enthält unser Ratgeber zur Abgeltungsteuer.

Währungswechsel und Inaktivität nach dem aktuellen Preisverzeichnis

Das Preisverzeichnis ab Oktober 2026 nennt für den ausdrücklichen Spot-Währungstausch 0,005 Prozent mit währungsabhängigen Mindestentgelten. Für Euro sind es mindestens fünf Euro, für US-Dollar mindestens fünf Dollar. Bei kleinen Umrechnungen bestimmt daher häufig das Mindestentgelt die tatsächliche Kostenquote; das ist von einer etwaigen automatischen Umrechnung oder einem Fremdwährungskredit zu unterscheiden.

Für private Einzel- und Gemeinschaftskonten beträgt die monatliche Mindestaktivitätsgebühr null Euro. Die teilweise noch verbreitete alte Beschreibung einer Privatkunden-Inaktivitätsgebühr passt deshalb nicht zum aktuellen Verzeichnis. Bei Geschäftskonten kann dagegen eine Mindestaktivitätsbelastung bis 15 Euro abzüglich anrechenbarer Monatsprovisionen entstehen. Diese Trennung ist wichtig, wenn ein privater Anleger später zusätzlich ein Firmendepot eröffnen möchte. Weitere besondere Kosten können bei Quellensteuerbelegen und zusätzlichen Auszahlungen anfallen.

Fragen zu LYNX Depot: international handeln mit umfangreichen Trading-Funktionen

Was kostet ein LYNX Depot für Privatkunden?

LYNX nennt für private Einzel- und Gemeinschaftsdepots keine Depotführungsgebühr. Orderkosten, Währungsumrechnung, Marktdaten und Finanzierung können trotzdem anfallen. Für Firmendepots gelten eigene Regeln.

Wie hoch ist die Xetra-Ordergebühr bei LYNX?

Die aktuelle Preisübersicht nennt 0,14 Prozent, mindestens 5,80 Euro und höchstens 99 Euro. Zusätzliche Kosten sind anhand des konkreten Auftrags und seiner Kosteninformation zu prüfen.

Übernimmt LYNX die deutsche Abgeltungsteuer?

Eine reguläre deutsche Bank-Abgeltungsteuerabrechnung erfolgt bei der Depotführung über IBIE nicht. Deutsche Anleger müssen ihre erklärungspflichtigen Kapitalerträge anhand der Berichte selbst versteuern.

Ist der LYNX informative Steuerbericht eine Steuerbescheinigung?

Nein. Der informative Bericht unterstützt die Erklärung, ist aber kein amtlicher Steuerbescheid und keine deutsche Jahressteuerbescheinigung. Vollständigkeit, Währungswerte und deutsche steuerliche Behandlung müssen geprüft werden.

Erhalte ich über jedes LYNX Angebot 100 Euro Bonus?

Nein. Die beschriebene Erstattung bis 100 Euro gehört zur persönlichen Freundschaftswerbung und verlangt den entsprechenden Empfehlungslink sowie weitere Bedingungen. Ein normaler Angebotslink löst sie nicht automatisch aus.

Wie lange darf ein LYNX Neukunde zuvor kein Depot gehabt haben?

Für die aktuelle Freundschaftswerbung darf der Geworbene in den letzten zwölf Monaten kein LYNX-Kunde gewesen sein. Diese Voraussetzung beschreibt die Empfehlungsaktion, nicht einen allgemeinen gesetzlichen Neukundenbegriff.