Postbank: Depots und Angebote

Depot
Postbank Depot
Das Postbank Depot verbindet einen Zugang zum Wertpapierhandel mit dem Service der Deutschen Bank-Gruppe. Die laufende Depotführung ist kostenlos; für Einzelorders gilt ein gestaffeltes Preismodell.
- Kosten
- Depotführung 0 €. Inlands-Onlineorders von 9,95 € bis 69,95 € nach Auftragswert; Fremdkosten zusätzlich. Aktuelle ETF-Sparplanausführung nach Aktionsauswahl 0 €.
- Aktion & Konditionen
- Kostenlose Ausführung der aktuell beworbenen ETF-Sparpläne bis auf Weiteres; reguläres ETF-Sparplanentgelt laut Preisverzeichnis 0,90 €.
- Abgeltungsteuer
- Deutsche Bank-Steuerabrechnung mit Freistellungsauftrag, Verlusttöpfen und Jahressteuerbescheinigung.
Postbank ist eine Marke der Deutschen Bank AG. Das Depot ermöglicht den selbstständigen Kauf und Verkauf von Wertpapieren und bietet zusätzlich Zugangswege über den Bankservice. Wer bereits ein Postbank-Konto nutzt, kann seine Geldanlage dadurch im vertrauten Bankumfeld organisieren. Für die Kostenrechnung sind das Wertpapierdepot, ein eventuell vorhandenes Girokonto und die einzelnen Handelsaufträge jedoch getrennt zu betrachten.
Einzelorders: feste Preisstufen statt einheitlicher Pauschale
| Ordervolumen | Inländische Onlineorder | Ausländische Onlineorder |
|---|---|---|
| Bis 1.200 € | 9,95 € | 32,95 € |
| Bis 2.600 € | 17,95 € | 39,95 € |
| Bis 5.200 € | 29,95 € | 49,95 € |
| Bis 12.500 € | 39,95 € | 59,95 € |
| Bis 25.000 € | 54,95 € | 69,95 € |
| Über 25.000 € | 69,95 € | 79,95 € |
Die Tabelle zeigt das jeweilige Orderentgelt vor möglichen fremden Spesen, Währungskosten und weiteren produktabhängigen Belastungen. Filial- und Telefonaufträge über Mitarbeiter sind teurer als der entsprechende Onlineauftrag. Wer überwiegend kleine Einmalorders ausführt, sollte insbesondere die Mindeststufe nicht mit einer günstigen prozentualen Provision verwechseln.
Preisgrenzen können für die Planung größerer Orders relevant sein. Eine Aufteilung in mehrere kleine Aufträge ist nicht automatisch günstiger, weil das Entgelt bei jeder Ausführung erneut anfallen kann. Andererseits sollte eine geplante Anlagesumme nie allein wegen einer Preisstufe erhöht werden. Für die Ausführung zählen außerdem Limit, verfügbare Liquidität und der konkrete Börsenkurs.
ETF-Sparpläne: Aktion und regulärer Preis gehören zusammen
Postbank bewirbt aktuell eine Auswahl von rund 550 ETF-Sparplänen mit kostenloser Ausführung bis auf Weiteres. Das ist eine laufende Aktionskondition und keine Garantie, dass jede heutige und zukünftige ETF-Order dauerhaft gratis bleibt. Im regulären Wertpapierpreisverzeichnis steht für eine ETF-Sparplanausführung ein Entgelt von 0,90 Euro.
Vor dem Einrichten sollte die konkrete ISIN in der Sparplanauswahl geprüft werden. Ein Fonds kann grundsätzlich handelbar sein, ohne an einer bestimmten Sparplanaktion teilzunehmen. Ein späterer manueller Verkauf wird nicht allein deshalb kostenfrei, weil die Käufe über einen kostenlosen Sparplan erfolgt sind.
Bei einer monatlichen Rate von 50 Euro entsprächen 0,90 Euro reguläres Ausführungsentgelt 1,8 Prozent der Sparrate. Die aktuelle Befreiung kann bei kleinen Raten deshalb spürbar sein. Laufende Fondskosten und Spreads werden dadurch aber nicht aufgehoben. Für eine langfristige ETF-Auswahl bleiben Streuung, Anlagestrategie und Risikobereitschaft entscheidend, nicht allein der Rabatt auf die Ausführung.
Klassische Investmentfonds haben andere Kostenbestandteile. Bei einem direkten Fondskauf können Ausgabeaufschläge nach Fondsgruppe gelten; die ETF-Sparplanaktion ist keine allgemeine Kostenbefreiung aller Fonds. Prüfen Sie deshalb Produktinformation und Kostenanzeige getrennt vom Depot-Grundpreis.
Deutsche Steuerabrechnung für Zinsen, Dividenden und Fonds
Beim Postbank Depot übernimmt die Deutsche Bank grundsätzlich den inländischen Steuerabzug. Erfasst werden die steuerpflichtigen Kapitalerträge nach den jeweiligen Vorschriften, nicht der gesamte Verkaufserlös. Zu einer erfolgreichen Anlage gehört daher neben dem Kaufbeleg eine vollständige Anschaffungshistorie. Nach einem Depotübertrag sollten diese Daten kontrolliert werden.
Ein gültiger Freistellungsauftrag kann den verfügbaren Sparer-Pauschbetrag beim Steuerabzug berücksichtigen. Wenn bei mehreren Instituten Konten bestehen, muss der Gesamtbetrag passend verteilt werden. Bei der Deutschen Bank-Gruppe sollte außerdem geprüft werden, welche Aufträge und steuerlichen Kundenverbindungen für die konkrete Geschäftsbeziehung gelten; mehrere Marken schaffen keinen zusätzlichen gesetzlichen Freibetrag.
Die Bank berücksichtigt Verluste innerhalb der gesetzlich zulässigen Verrechnungskreise. Für Aktienverkäufe gelten andere Grenzen als für manche sonstigen Kapitalerträge. Ein unrealisierter Kursrückgang ist nicht bereits ein bescheinigungsfähiger Verlust. Wer Gewinne bei einem anderen Institut verrechnen möchte, muss gegebenenfalls rechtzeitig eine Verlustbescheinigung beantragen.
Bei ETFs können Ausschüttungen, Vorabpauschalen und Verkaufserträge anfallen. Auf dem Verrechnungskonto sollte ausreichend Liquidität für einen möglichen Steuerabzug vorhanden sein. Auch ein thesaurierender Fonds ist nicht generell bis zum endgültigen Verkauf steuerfrei. Der Ratgeber zur Abgeltungsteuer erklärt die wesentlichen Regeln.
Bankservice gegen Handelskosten abwägen
Das Postbank Depot kann passen, wenn die Integration in bestehende Bankabläufe und erreichbarer Service wichtig sind. Häufige kleine Einzelorders oder regelmäßiger direkter Auslandshandel können durch die Staffelpreise dagegen vergleichsweise teuer werden. Die Gebühren sollten mit den tatsächlich geplanten Aufträgen und nicht nur mit der kostenlosen Depotführung bewertet werden.
Wertpapiervermögen ist kein garantiertes Sparguthaben. Die Einlagensicherung einer Bank ersetzt keine Absicherung gegen Kursverluste eines Aktienfonds oder den Ausfall eines Wertpapieremittenten. Bei einem Wechsel sollten außerdem nicht übertragbare Bruchstücke, noch offene Aufträge und die steuerlichen Daten berücksichtigt werden. So bleibt der Depotwechsel eine nachvollziehbare organisatorische Entscheidung statt eines ungeprüften Wechsels allein wegen einer Aktion.
Regelmäßiger Sparplan oder einzelne Käufe?
Für einen langfristigen monatlichen ETF-Aufbau kann die aktuelle kostenlose Ausführung eine andere Kostenbilanz ergeben als zwölf kleine Einzelkäufe. Zwölf inländische Onlineorders in der niedrigsten Preisstufe kosten zusammen 119,40 Euro vor weiteren Kosten. Eine kostenlose Sparplanausführung kann diesen konkreten Brokerposten vermeiden, bindet den Kauf aber an die Regeln und Termine des Sparplans.
Bei bestehenden Wertpapieren ist vor einem Depotübertrag zu prüfen, ob die Positionen bei der Postbank handelbar bleiben. Das betrifft besonders ausländische Spezialwerte und kleine Restbestände. Anschließend sollten die steuerlichen Kaufdaten und vorhandene Verlusttöpfe kontrolliert werden. Bei einer späteren Veräußerung ist die korrekte Anschaffungshistorie wichtiger als der bloße Depotwert am Übertragungstag. Noch offene Orders sollten vor einem Umzug des Depots gesondert geklärt werden.
Fragen zu Postbank Depot: ETF-Sparpläne und Wertpapierhandel mit Bankservice
Kostet die Postbank Depotführung eine Grundgebühr?
Das beschriebene Depot wird ohne laufende Depotgrundgebühr angeboten. Einzelorders, bestimmte Zusatzleistungen und ein eventuell separat genutztes Girokonto haben eigene Preise.
Was kostet eine Postbank Onlineorder über 1.000 Euro?
Eine inländische Onlineorder über 1.000 Euro fällt in die erste Preisstufe und kostet 9,95 Euro vor möglichen fremden Spesen. Ausländische Orders sowie Filial- oder Mitarbeiter-Telefonaufträge kosten mehr.
Sind Postbank ETF-Sparpläne dauerhaft kostenlos?
Die aktuell beworbene Auswahl wird bis auf Weiteres ohne Ausführungsentgelt angeboten. Der reguläre Preis beträgt laut Wertpapierpreisverzeichnis 0,90 Euro. Die konkrete ISIN und die jeweils geltende Aktion sollten geprüft werden.
Ist der Verkauf eines Postbank ETF-Sparplans kostenlos?
Eine kostenlose Sparplanausführung betrifft die dafür vorgesehenen Käufe. Ein späterer normaler Verkaufsauftrag wird nach den dann geltenden Orderkonditionen abgerechnet und ist dadurch nicht automatisch kostenlos.
Zieht die Postbank Abgeltungsteuer automatisch ab?
Die Deutsche Bank als Anbieterin übernimmt grundsätzlich den deutschen Kapitalertragsteuerabzug. Freistellungsauftrag, Verlustverrechnung, Teilfreistellungen und anrechenbare Quellensteuern wirken auf die Berechnung.
Muss für die ETF-Vorabpauschale Geld im Postbank Depot liegen?
Ein möglicher Steuerabzug wird über das Verrechnungskonto abgewickelt. Anleger sollten dafür Liquidität vorsehen, sofern keine ausreichende Freistellung oder anrechenbare Verluste vorhanden sind. Eine Vorabpauschale fällt nicht bei jedem Fonds in jedem Jahr an.
