Sparkassen Broker: Depots und Angebote

Depot
Sparkassen Broker Depot
Eigenständiges Online-Depot des Sparkassen Brokers mit Sofortorder und breiterer Börsenwahl.
- Kosten
- Depot 0 €. Sofortorder 0,95 €. Freie Handelsplatzwahl 0,95 € + 0,25 % (max. 54,99 €), gegebenenfalls Handelsplatz-/Fremdkosten.
- Aktion & Konditionen
- Kein pauschaler Neukundenbonus in der hier beschriebenen Grundkondition; Empfehlungsaktionen haben eigene Voraussetzungen.
- Abgeltungsteuer
- S Broker übernimmt den deutschen Steuerabzug; Freistellungsauftrag, Verlusttöpfe und Jahressteuerbescheinigung verfügbar.

Direkt Depot
Sparkassen Broker Direkt Depot
Direktdepot-Angebot des Sparkassen Brokers; nicht mit dem Depot einer örtlichen Sparkasse verwechseln.
- Kosten
- Depot 0 €. Sofortorder 0,95 €. Freie Handelsplatzwahl 0,95 € + 0,25 % (max. 54,99 €), gegebenenfalls Handelsplatz-/Fremdkosten.
- Aktion & Konditionen
- Kein pauschaler Neukundenbonus in der hier beschriebenen Grundkondition; Empfehlungsaktionen haben eigene Voraussetzungen.
- Abgeltungsteuer
- S Broker übernimmt den deutschen Steuerabzug; Freistellungsauftrag, Verlusttöpfe und Jahressteuerbescheinigung verfügbar.
S Broker gehört zur Sparkassen-Finanzgruppe und richtet sich an Anleger, die ihre Wertpapiergeschäfte selbst ausführen. Das Depot ist ein eigenes Onlineangebot. Es übernimmt nicht automatisch die Preise oder Beratungsleistungen der Sparkasse am Wohnort. Im Vergleich erscheinen die Bezeichnungen Depot und DirektDepot; entscheidend sind das tatsächlich eröffnete Vertragsmodell und seine aktuellen Konditionen.
Der neue Preisaufbau seit Oktober 2026
| Leistung | Entgelt |
|---|---|
| Depot- und Kontoführung | 0 € |
| Sofortorder mit vorgesehener Ausführung | 0,95 € |
| Order mit freier Handelsplatzwahl | 0,95 € + 0,25 % des Orderwerts, mindestens 0,95 €, maximal 54,99 € |
| Handelsplatzentgelt elektronischer/Direkthandel | 0 € zusätzlich nach Preistabelle |
| Handelsplatzentgelt Xetra oder deutsche Parkettbörse | 2,45 € zusätzlich |
| Handelsplatzentgelt USA | 14,95 € zusätzlich |
| Andere Auslandsbörsen | 24,95 € zusätzlich |
| Aktien-, ETF-, ETP- und Zertifikatesparpläne | 0 € Ausführungsentgelt, Mindestrate 5 € |
Ältere Beschreibungen mit 4,99 Euro Grundpreis oder einem pauschalen prozentualen ETF-Sparplanentgelt passen nicht zum neuen Preisverzeichnis. Gleichzeitig gilt die günstige Sofortorder nicht automatisch für jeden individuell gewählten Börsenplatz. Bei freier Wahl kommen die dafür vorgesehenen Handelsplatzentgelte und gegebenenfalls fremde Spesen hinzu.
Sparplan und Einmalanlage haben unterschiedliche Stärken
Die kostenlosen Ausführungen erleichtern regelmäßige kleine Sparraten. Bei 25 Euro pro Monat würde schon ein einzelner Euro Ausführungskosten vier Prozent der Rate verbrauchen. Das neue Sparplanmodell vermeidet ein solches Brokerentgelt bei den genannten Produktarten. Die laufenden Kosten des ETF oder Zertifikats verschwinden dadurch jedoch nicht.
Ein Sparplan legt den Ausführungstermin nach seinen Bedingungen fest. Wer einen bestimmten Kurs oder eine größere sofortige Position möchte, benötigt eventuell eine Einzelorder. Das ist eine andere Leistung und wird nach dem Orderpreismodell berechnet. Bei klassischen Investmentfonds können statt einer Börsenprovision Ausgabeaufschläge und die Rabatte des jeweiligen Fonds relevant werden.
Weitere Leistungen können das Ergebnis verändern: Für telefonisch erteilte Orders ist ein zusätzliches Entgelt vorgesehen. Bei Namensaktien kann eine Registereintragung kostenpflichtig sein. Eine Sonderstellung hat Xetra-Gold mit einem monatlichen Verwahrentgelt. Deshalb sollte eine Null-Euro-Sparplanausführung nicht als pauschale Kostenfreiheit aller Wertpapiere verstanden werden.
Steuerabzug bei S Broker: weniger Arbeit, trotzdem Belege prüfen
Der deutsche Broker berücksichtigt grundsätzlich Kapitalertragsteuer, Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer. Ein Freistellungsauftrag kann steuerpflichtige Erträge innerhalb des noch verfügbaren persönlichen Rahmens vom Abzug ausnehmen. Bei mehreren Depots sollte dieser Betrag passend auf die Institute verteilt werden; mehrere Aufträge erhöhen den gesetzlichen Gesamtbetrag nicht.
Realisierte Verluste landen in den vorgesehenen Verlustverrechnungstöpfen. Ein Kursverlust allein reicht noch nicht: Solange die Position nicht verkauft oder ein anderer steuerlich relevanter Tatbestand erfüllt ist, ist das bloße Minus im Depot gewöhnlich kein verrechenbarer Veräußerungsverlust. Für Aktien gelten zusätzliche gesetzliche Beschränkungen.
Soll ein bescheinigter Verlust mit Erträgen einer anderen Bank über die Steuererklärung verrechnet werden, ist der rechtzeitige Antrag auf Verlustbescheinigung wichtig. Die übliche gesetzliche Antragsfrist ist der 15. Dezember des betreffenden Jahres. Die reguläre Jahressteuerbescheinigung ist laut Preisübersicht kostenlos. Bei ausländischer Quellensteuer können dagegen zusätzliche Kosten für eine Vorabbefreiung oder Rückforderung entstehen.
Auch ein in Deutschland geführtes Depot garantiert keine vollständige Rückerstattung jeder ausländischen Dividendensteuer. Vor einem Antrag sollten Erstattungsbetrag, Belegkosten und Aufwand gegenübergestellt werden. Steuerliche Grundlagen und die Grenzen des Bankabzugs erläutert unser Ratgeber zur Abgeltungsteuer.
Vor dem Depotwechsel: Vertragsmodell und Wertpapiere abgleichen
Wer bereits ein Wertpapierdepot bei einer Sparkasse besitzt, sollte nicht davon ausgehen, dass damit automatisch das hier beschriebene S-Broker-Depot gemeint ist. Prüfen Sie den Namen des depotführenden Instituts, die gültige Preisliste und die gewünschte Form der Betreuung. Ein günstiger Selbstentscheider-Tarif enthält keine pauschale persönliche Anlageberatung für jede Order.
Beim Übertrag sind neben der Handelbarkeit die Anschaffungsdaten, etwaige Bruchstücke und die steuerlichen Verlusttöpfe wichtig. Bruchstücke lassen sich nicht immer wie ganze Wertpapiere übertragen. Ein Übertrag auf eine andere Person kann zusätzliche steuerliche Fragen auslösen. Für langfristige Anleger sind ein verlässlicher Zugang zu Abrechnungen und eine verständliche Kosteninformation oft wichtiger als ein einmaliger Werbebonus.
Was die kostenlose Sparplanausführung nicht abdeckt
Bei einem breit streuenden Aktien-ETF entstehen weiterhin laufende Fondskosten. Diese werden gewöhnlich nicht als monatliche Rechnung des Brokers eingezogen, sondern belasten die Fondsentwicklung. Vergleichen Sie deshalb das Produkt selbst und nicht nur die Sparplanprovision. Auch zwei kostenlose Sparpläne können bei Index, Währung und Risiko deutlich voneinander abweichen.
Ein Verkauf läuft regelmäßig als eigener Auftrag und folgt den dafür gültigen Preisen. Nach vielen kleinen Sparraten kann deshalb später eine einzelne Verkaufsprovision entstehen. Bei einer langfristigen Anlage ist das ein anderer Kostenverlauf als bei häufigem Kaufen und Verkaufen. Die Entscheidung zwischen Sofortorder und freier Börsenwahl sollte außerdem mit Blick auf den Ausführungskurs getroffen werden. Der niedrigere Grundpreis garantiert nicht in jeder Marktsituation den besseren Gesamtpreis.
Fragen zu S Broker Depot: neue Konditionen für Orders und Sparpläne
Was kostet eine S Broker Sofortorder seit Oktober 2026?
Die Sofortorder kostet im neuen Preismodell 0,95 Euro. Für eine Order mit freier Handelsplatzwahl gelten dagegen 0,95 Euro plus 0,25 Prozent, gegebenenfalls ergänzt um Handelsplatzentgelte und Fremdkosten.
Sind ETF-Sparpläne beim S Broker kostenlos?
Die aktuelle Preisübersicht nennt für Aktien-, ETF-, ETP- und Zertifikatesparpläne null Euro Ausführungsentgelt und eine Mindestrate von fünf Euro. Produktkosten und Spreads bleiben bestehen.
Ist S Broker dasselbe wie das Depot meiner Sparkasse?
Nicht zwingend. S Broker ist ein eigenständiges Onlineangebot der Sparkassen-Finanzgruppe. Eine örtliche Sparkasse kann andere Depotmodelle, Preise und Beratungsleistungen anbieten.
Führt S Broker die Abgeltungsteuer automatisch ab?
S Broker übernimmt für deutsche Privatkunden grundsätzlich den Kapitalertragsteuerabzug. Freistellungsauftrag, gesetzliche Verlustverrechnung und anrechenbare Quellensteuer beeinflussen die Höhe.
Wie teuer ist eine Xetra-Order über 1.000 Euro bei S Broker?
Bei freier Handelsplatzwahl ergeben 0,95 Euro plus 0,25 Prozent zunächst 3,45 Euro. Mit dem Xetra-Handelsplatzentgelt von 2,45 Euro sind es 5,90 Euro vor möglichen weiteren Fremdkosten.
Wann brauche ich beim S Broker eine Verlustbescheinigung?
Eine Verlustbescheinigung wird benötigt, wenn bescheinigungsfähige Verluste über die Steuererklärung mit passenden Erträgen anderer Banken verrechnet werden sollen. Der Antrag muss normalerweise bis zum 15. Dezember beim Broker vorliegen.
