tradegate.direct: Depots und Angebote

Depot
tradegate.direct Depot
tradegate.direct ist das digitale Depotangebot der Tradegate AG. Im Mittelpunkt stehen provisionsfreie Wertpapierorders über Tradegate BSX und die Steuerabwicklung einer deutschen Bank.
- Kosten
- 0 € Orderprovision und 0 € Depotführung; Spreads sowie produkt- und ereignisbezogene Kosten beachten.
- Aktion & Konditionen
- Dauerhaftes Preismodell ohne pauschal zugesagte Eröffnungsprämie.
- Abgeltungsteuer
- Deutsche Bankabrechnung mit Kapitalertragsteuer; Freistellungsrahmen und Quellensteuer gesondert beachten.
Die Tradegate AG bietet mit tradegate.direct ein Depot für Anleger an, die Aktien und börsengehandelte Produkte selbst auswählen. Die Bank verbindet ihre Handelsinfrastruktur mit einer App und verzichtet im angebotenen Standardhandel auf eine Orderprovision. Regelmäßige kleinere Anlagen sind über die dafür angebotenen Sparpläne möglich. Eine individuelle Anlageberatung oder eine freie Auswahl sämtlicher internationaler Börsen ist damit nicht verbunden.
Null Euro Provision bedeutet nicht null Anlagekosten
| Kostenpunkt | Bedeutung für das Depot |
|---|---|
| Depot- und Verrechnungskontoführung | Im angebotenen Standardmodell ohne laufende Grundgebühr |
| Orderprovision | 0 Euro im vorgesehenen Handel über Tradegate BSX |
| Spread | Differenz zwischen Kauf- und Verkaufskurs; wirtschaftlich weiterhin relevant |
| ETF-Kosten | Laufende Fondskosten werden im Fondsvermögen berücksichtigt |
| Besondere Leistungen | Vertragsdokumente zu Sonderaufträgen, Kapitalmaßnahmen und Belegen beachten |
Bei einer provisionsfreien Order fließen die Kaufkosten hauptsächlich über den Kurs und gegebenenfalls das Produkt ein. Wer dasselbe Wertpapier zeitgleich an mehreren Märkten betrachtet, sollte deshalb den tatsächlich erreichbaren Briefkurs vergleichen. Bei einem Verkauf zählt entsprechend der Geldkurs. Ein kostenloser Kauf zum schlechteren Kurs kann insgesamt teurer sein als eine kostenpflichtige Order an einem anderen Handelsplatz.
Tradegate BSX und die Aufteilung in zwei Depots
Das Angebot ermöglicht getrennte Bereiche für Trading und längerfristige Investments. Damit lassen sich kurzfristige Positionen und der langfristige Vermögensaufbau organisatorisch auseinanderhalten. Die Aufteilung verdoppelt jedoch weder den Sparer-Pauschbetrag noch beseitigt sie steuerliche Verrechnungsregeln. Für die tatsächliche Vermögensaufteilung zählt weiterhin das gesamte Risiko aller gehaltenen Werte.
Der Handel läuft über Tradegate BSX. Anders als bei einem Depot mit umfassender Börsenplatzauswahl kann der Anleger nicht jede Order einfach zu Xetra oder einer US-Börse umleiten. Prüfen Sie deshalb vor der Eröffnung, ob die gewünschten ISINs und Ordertypen vorhanden sind. Bei marktengen Titeln und außerhalb liquider Referenzhandelszeiten ist ein Limit besonders hilfreich.
Neben Aktien und ETFs beziehungsweise anderen ETPs werden auch komplexere Produkte angeboten. ETP ist ein Oberbegriff und kein Synonym für einen breit gestreuten Aktienfonds. Ein Mini-Future kann beispielsweise gehebelt sein und bei Erreichen einer Schwelle vorzeitig enden. Diese Eigenschaften lassen sich nicht aus der Gebührenangabe ableiten. Für einen langfristigen Sparplan sollte daher zuerst das konkrete Basisinformationsblatt gelesen werden.
Wie tradegate.direct Kapitalerträge versteuert
tradegate.direct wird von einer deutschen Bank angeboten. Bei deutschen Privatkunden erfolgt die Abrechnung steuerpflichtiger Kapitalerträge grundsätzlich mit deutschem Kapitalertragsteuerabzug. Ein rechtzeitig hinterlegter Freistellungsauftrag kann den Abzug innerhalb des verfügbaren Sparer-Pauschbetrags vermeiden. Bereits bei anderen Banken vergebene Freistellungsbeträge müssen in die Gesamtplanung einbezogen werden.
Verkaufserlöse sind nicht vollständig steuerpflichtig: Entscheidend ist regelmäßig der steuerliche Gewinn nach Anschaffungskosten und zulässigen Transaktionskosten. Verluste unterliegen ihren gesetzlichen Verrechnungskreisen. Ein Aktienverlust kann daher nicht ohne Weiteres mit einer Dividende verrechnet werden. Bei einem Depotwechsel sind die steuerlichen Anschaffungsdaten mindestens so wichtig wie die Anzahl der eingebuchten Stücke.
Bei ETFs können Ausschüttungen, Vorabpauschalen und Verkaufsergebnisse steuerlich relevant sein. Der Steuersatz wird nicht allein davon bestimmt, ob ein Fonds ausschüttend oder thesaurierend ist. Teilfreistellungen hängen vom Fondstyp und weiteren Voraussetzungen ab. Ausländische Dividenden können zusätzlich Quellensteuer tragen; ein deutscher Broker verhindert diesen ausländischen Abzug nicht automatisch. Die grundlegenden Regeln erklärt unser Überblick zur Besteuerung von Kapitalanlagen.
Vor einer Eröffnung die eigenen Handelsaufträge durchspielen
Prüfen Sie drei typische Aufträge: einen regelmäßigen ETF-Kauf, den Verkauf einer vorhandenen Aktie und einen möglichen Depotübertrag. Sind die Wertpapiere verfügbar, passen die Handelszeiten und lassen sich die benötigten Belege digital abrufen? Wer häufig an ausländischen Heimatbörsen handeln möchte, hat andere Anforderungen als ein Anleger mit einem einzelnen europäischen ETF-Sparplan.
Für das Depot sollte nur Geld eingesetzt werden, dessen Wert schwanken darf. Die Einlagensicherung einer Bank schützt keine Aktienkurse und keine ETF-Rendite. Auch eine saubere Trennung verwahrter Wertpapiere ist keine Garantie gegen Verluste des Emittenten oder des Marktes. Eine beworbene Gebührenersparnis ersetzt deshalb weder Diversifikation noch einen ausreichend großen Notgroschen außerhalb riskanter Wertpapiere.
Eine allgemein garantierte Geldprämie ist kein Bestandteil der hier beschriebenen Gebührenkonditionen. Falls während der Eröffnung eine zusätzliche Aktion erscheint, gehören deren Teilnahmebedingungen zur Entscheidung: insbesondere Berechtigung, Fristen, Haltepflichten und mögliche steuerliche Folgen.
Mindestbeträge und besondere Gebühren nicht übersehen
Das Preisverzeichnis nennt für normale Käufe Mindestordervolumina von 500 Euro bei Aktien und 100 Euro bei ETPs. Für entsprechende Sparpläne liegt die genannte Mindestrate bei 25 Euro. Ein provisionsfreier Börsenauftrag ist also nicht automatisch ab jedem beliebigen Centbetrag möglich. Kleine regelmäßige Anlagen und größere Einzelkäufe nutzen unterschiedliche Zugangswege.
Die freiwillige Eintragung einer deutschen Namensaktie kostet laut Preisverzeichnis zwei Euro je Eintragung. Eine Hauptversammlungsanmeldung ist ebenfalls eine gesondert bepreiste Leistung. Xetra-Gold verursacht ein Verwahrentgelt von 0,03 Prozent pro Monat. Bei notwendigen Devisenkonvertierungen nennt das Dokument eine Marge von 0,40 Prozent. Die regulär digital bereitgestellte Jahressteuerbescheinigung ist dagegen kostenlos. Diese Unterschiede zeigen, weshalb die Null-Euro-Order keine Aussage über jedes denkbare Depotereignis ist.
Fragen zu tradegate.direct: Wertpapierdepot ohne Orderprovision
Ist das tradegate.direct Depot wirklich kostenlos?
Das Standardangebot verzichtet auf Depotgrundgebühr und Orderprovision. Wirtschaftliche Kosten können trotzdem durch Spreads, Produktkosten und besondere Leistungen entstehen. Kostenloser Handel bedeutet daher keine garantierte kostenfreie Geldanlage.
Kann ich bei tradegate.direct an Xetra handeln?
Das Handelsmodell von tradegate.direct nutzt Tradegate BSX. Eine freie Auswahl sämtlicher Börsenplätze wie bei einem klassischen Mehrbörsenbroker gehört nicht zur beschriebenen Standardausführung.
Warum bietet tradegate.direct zwei Depotbereiche an?
Trading und langfristige Investments können getrennt organisiert werden. Die Trennung ändert jedoch nichts am gesamten Anlagerisiko und schafft keinen zusätzlichen persönlichen Sparer-Pauschbetrag.
Wie funktioniert der Freistellungsauftrag bei tradegate.direct?
Als deutsches Bankangebot berücksichtigt tradegate.direct einen wirksamen Freistellungsauftrag beim Steuerabzug. Der insgesamt bei allen Banken vergebene Betrag darf den persönlichen gesetzlichen Rahmen nicht überschreiten.
Sind Mini-Futures bei tradegate.direct normale ETFs?
Nein. Mini-Futures sind komplexe gehebelte Wertpapiere und können bei einer Schwellenberührung vorzeitig enden. Ein börsengehandeltes Produkt ist nicht automatisch ein breit gestreuter Investmentfonds.
Was sollte ich beim tradegate.direct Depotübertrag kontrollieren?
Kontrollieren Sie neben Stückzahl und ISIN vor allem die übernommenen Anschaffungsdaten. Fehlende Steuerdaten können bei einem späteren Verkauf zu einer ungünstigen Ersatzbemessung führen und müssen gegebenenfalls berichtigt werden.
