XTB: Depots und Angebote

Depot
XTB Depot
XTB bietet echte Aktien und ETFs sowie getrennt davon CFDs an. Für deutsche Anleger sind neben der Orderprovision vor allem Fremdwährungskosten und die eigene Steuererklärung wichtig.
- Kosten
- Aktien/ETFs bis 100.000 € Monatsumsatz 0 % Provision; darüber 0,2 %, mindestens 10 €. Währungsumrechnung grundsätzlich 0,5 %.
- Aktion & Konditionen
- 4,5 % p. a. für berechtigte Neueröffnungen vom 14.10. bis 31.12.2026: 90 Tage, maximal 20.000 €; monatlicher Aktien-/ETF-Trade erforderlich.
- Abgeltungsteuer
- Kein regulärer deutscher Abgeltungsteuerabzug; Kapitalerträge anhand der Erträgnisaufstellung selbst erklären.
XTB ist ein internationaler Broker mit deutscher Zweigniederlassung und einer gemeinsamen Handelsplattform für unterschiedliche Anlageklassen. Über das Depot lassen sich echte Aktien und ETFs erwerben. Daneben stehen Differenzkontrakte zur Verfügung, die wirtschaftlich und rechtlich etwas anderes sind. Wer nur langfristig in Fonds investieren möchte, sollte deshalb vor jeder Order auf die Produktart achten und nicht allein den ähnlichen Namen des Basiswerts betrachten.
Aktien und ETF: die Kosten hinter der Null-Provision
| Leistung | Kondition | Folge für Anleger |
|---|---|---|
| Aktien-/ETF-Handel bis 100.000 € monatlichem Umsatz | 0 % Provision | Käufe und Verkäufe tragen zum Umsatz bei |
| Handel oberhalb der Freigrenze | 0,2 %, mindestens 10 € nach Preisverzeichnis | Schwellenüberschreitende Order gesondert prüfen |
| Währungsumrechnung | 0,5 % | Bei abweichender Konto- und Instrumentenwährung wichtig |
| Standard-Kontoführung | 0 € Grundentgelt | Produkt-, Zahlungs- und Finanzierungskosten bleiben möglich |
| Einzahlung mit PayPal | 0,85 % | Banküberweisung kann günstiger sein |
Das Monatsvolumen ist kein Depotwert. Ein Anleger mit einem Depot von 30.000 Euro kann durch häufige Käufe und Verkäufe trotzdem die Umsatzgrenze überschreiten. Umgekehrt löst eine lange gehaltene Position ohne neue Aufträge keine entsprechende Handelsaktivität aus. Für größere oder häufige Transaktionen sollte die konkrete Kosteninformation vor der Bestätigung geprüft werden.
4,5 Prozent Guthabenzins: was die Neukundenaktion verlangt
Die Aktion richtet sich an berechtigte Kontoeröffnungen vom 14. Oktober bis zum 31. Dezember 2026. Der Aktionszins beträgt 4,5 Prozent pro Jahr für die ersten 90 Tage und höchstens 20.000 Euro nicht angelegtes Guthaben. Er gilt nicht unbefristet und ist keine 4,5-prozentige Auszahlung für einen einzelnen Monat.
Für den Aktionszins muss in jedem Kalendermonat mindestens ein Kauf oder Verkauf einer Aktie oder eines ETFs erfolgen. Wird die Voraussetzung in einem Monat verfehlt, gilt dafür der Standardzins. Dieser Standardzins ist variabel und kann sich verändern. Nach dem Aktionszeitraum ist deshalb die dann veröffentlichte Verzinsung entscheidend, nicht die große Zinszahl aus dem Eröffnungsangebot.
Bei dauerhaft 10.000 Euro und vereinfachter kaufmännischer Rechnung entsprechen 90 Tage zu 4,5 Prozent jährlich ungefähr 112,50 Euro Bruttozins. Die tatsächliche Abrechnung richtet sich nach Zinstagen, Guthaben und Teilnahmebedingungen. Unnötige Wertpapiertransaktionen nur zum Erreichen des Aktionszinses können zusätzliche Kosten und Marktrisiken auslösen.
Deutsche Zweigniederlassung bedeutet hier keinen automatischen Steuerabzug
XTB nimmt für diese Handelskonten keinen regulären deutschen Abgeltungsteuerabzug vor. Anleger erhalten eine Erträgnisaufstellung und müssen die erklärungspflichtigen Kapitalerträge selbst in ihrer deutschen Steuererklärung angeben. Auch die Guthabenzinsen sind nicht allein deshalb steuerfrei, weil sie zunächst vollständig auf dem Konto ankommen.
Ein deutscher Freistellungsauftrag wird hier nicht wie bei einer inländischen Depotbank angewendet. Der persönliche Sparer-Pauschbetrag kann im Rahmen der Veranlagung berücksichtigt werden. Handelsauszüge, Anschaffungskosten, Dividenden, Quellensteuern, realisierte Gewinne und Verluste müssen nachvollziehbar bleiben. Bei Fonds können zusätzlich Angaben für die Anlage KAP-INV nötig werden.
Die Erträgnisaufstellung ist nicht mit einer deutschen Jahressteuerbescheinigung gleichzusetzen. Insbesondere dürfen Fremdwährungswerte nicht ungeprüft als Eurobeträge übernommen werden. Ausländische Quellensteuer kann trotz fehlenden deutschen Bankabzugs einbehalten worden sein; ihre Anrechnung hat eigene Grenzen. Eine Rücklage für die spätere Steuerzahlung verhindert, dass der verfügbare Kontostand mit vollständig frei verwendbarem Vermögen verwechselt wird. Mehr dazu im Ratgeber zu Kapitalertragsteuer und Steuererklärung.
Echte Aktien, Bruchteilrechte und CFDs auseinanderhalten
Bei vollständigen echten Aktien besteht eine andere Rechtsposition als bei vertraglichen Bruchteilrechten. Bruchteile können zum Aufbau kleiner Positionen praktisch sein, sind aber nicht automatisch unabhängig übertragbare ganze Aktien. Vor einem späteren Depotwechsel sind die Übertragungsregeln deshalb wichtig.
Ein CFD bildet eine Kursänderung vertraglich ab. Der Kunde erwirbt dadurch keine Aktie und erhält keine gewöhnlichen Aktionärsrechte. Hebelwirkung, laufende Finanzierung und mögliche schnelle Verluste machen CFDs für andere Zwecke geeignet als einen langfristigen ETF-Sparplan. Dass beide Produkte in derselben App erscheinen, gleicht ihre Risiken nicht an.
Für XTB sprechen die gebündelte Handelsoberfläche und das provisionsfreie Aktien-/ETF-Kontingent. Dagegen stehen der eigene Steueraufwand und mögliche Währungskosten. Wertpapierkurse werden weder durch eine Einlagensicherung noch durch einen Guthabenaktionszins garantiert.
Steuerrücklage und Orderunterlagen praktisch organisieren
Wer bei XTB Gewinne regelmäßig wieder anlegt, sollte dafür eine getrennte Steuerrücklage einplanen. Eine spätere Steuerzahlung kann auch dann fällig werden, wenn der Depotkurs inzwischen gesunken ist. Realisierte Gewinne und noch offene Buchverluste gleichen sich nicht allein durch den niedrigeren Kontostand aus.
Sichern Sie die Jahresaufstellung zusammen mit Transaktionshistorie und Zahlungsnachweisen. Eine Dividendengutschrift kann einen Bruttobetrag, Quellensteuer und Nettobetrag enthalten; nur den letzten Betrag zu erfassen ist für die Erklärung häufig unzureichend. Bei einem späteren Wechsel zu einer deutschen Depotbank sollte vorab geklärt werden, welche Anschaffungsdaten elektronisch übertragen werden können. Bruchteilrechte und ganze Aktien können dabei unterschiedliche Wege benötigen. Eine vollständige Dokumentation erleichtert die Erklärung unabhängig davon, ob ein Steuerberater oder eine Steuersoftware verwendet wird.
Fragen zu XTB Depot: Aktien und ETFs handeln, deutsche Steuern selbst erklären
Zieht XTB deutsche Abgeltungsteuer automatisch ab?
XTB führt für die beschriebenen Konten keinen regulären deutschen Abgeltungsteuerabzug durch. Deutsche Anleger müssen erklärungspflichtige Gewinne, Dividenden und Zinsen selbst anhand ihrer Unterlagen in der Steuererklärung erfassen.
Wann fallen bei XTB Aktien und ETFs Ordergebühren an?
Bis 100.000 Euro monatlichem Handelsumsatz gilt die provisionsfreie Aktien-/ETF-Kondition. Für darüberliegenden Handel nennt das Preisverzeichnis 0,2 Prozent, mindestens 10 Euro. Währungsumrechnung und andere Kosten sind separat zu beachten.
Was kostet der Währungswechsel im XTB Depot?
XTB berechnet grundsätzlich 0,5 Prozent bei erforderlicher Währungsumrechnung. Das kann sowohl beim Kauf als auch beim späteren Verkauf relevant werden. Eine Null-Provision macht einen Fremdwährungskauf deshalb nicht automatisch kostenfrei.
Für wen gilt der XTB Guthabenzins von 4,5 Prozent?
Die Aktion betrifft berechtigte Neueröffnungen vom 14. Oktober bis 31. Dezember 2026, die ersten 90 Tage und maximal 20.000 Euro. In jedem Kalendermonat ist mindestens ein Aktien- oder ETF-Kauf beziehungsweise -Verkauf erforderlich.
Kann ich bei XTB einen Freistellungsauftrag einreichen?
Ein Freistellungsauftrag wird bei diesem Modell nicht wie bei einer deutschen abzugspflichtigen Depotbank genutzt. Der persönliche Sparer-Pauschbetrag kann bei der deutschen Steuerveranlagung berücksichtigt werden.
Sind XTB CFDs und XTB Aktien dasselbe?
Nein. Eine echte Aktie ist ein Wertpapier; ein CFD ist ein Differenzkontrakt ohne gewöhnliches Aktieneigentum. CFD-Hebel und Finanzierungskosten können das Verlustrisiko wesentlich erhöhen.
